Begriffserläuterungen

Finden Definitionen von Schlüsselwörtern


Wörter von A bis E

A bis E

Absorptionsfaktor (As)

Dieser Faktor definiert den vom Gewebe selbst absorbierten Anteil der Sonnenstrahlung. Je niedriger dieser Wert ist, umso niedriger liegt auch der vom Gewebe selbst absorbierte Anteil der Sonnenenergie.

Absorptionskoeffizient αw

Diese Maßeinheit bezeichnet das Schall-Absorptionsvermögen eines Materials durch seinen Koeffizienten αw. Der Absorptionskoeffizient eines Materials entspricht dem Verhältnis zwischen der von einer Oberfläche dieses Materials absorbierten Schallleistung und der Ausgangsleistung. Je mehr der Wert gegen 1 strebt, desto absorbierender und damit wirksamer ist das Material.

Akustik

Die Akustik umfasst die Emission, die Ausbreitung und den Empfang von Tönen und Geräuschen im Innern eines Raumes oder zwischen verschiedenen Räumen.

Alpha Sabin (αw)

Diese Maßeinheit (αw) bezeichnet das Schall-Absorptionsvermögen einer Oberfläche und somit die akustische Eignung eines Materials für einen bestimmten Zweck. Der Absorptionskoeffizient eines Materials entspricht dem Verhältnis zwischen der von einer Oberfläche dieses Materials absorbierten Schallleistung und der Ausgangsleistung. Je mehr der Wert gegen 1 strebt, desto absorbierender und damit wirksamer ist das Material.

Antibakteriell (Behandlung)

Oberflächenbehandlung eines Gewebes, um die Fasern vor dem Befall durch Mikroorganismen zu schützen. Desinfektionsmittel werden auch als antibakterielle Mittel oder Biozide bezeichnet, wobei das Wort „Bakterie“ in den meisten Fällen fälschlicherweise als Sammelbegriff für alle Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Protozoen) verwendet wird.
Reine Bakterizide hingegen wurden dafür entwickelt, ausschließlich Bakterien zu beseitigen. Zu den Bakteriziden gehören Desinfektionsmittel, Antiseptika oder Antibiotika.

BBC (Bâtiment Basse Consommation) – Niedrigenergiegebäude

Bezeichnet ein Gebäude, das im Vergleich zu Standardhäusern deutlich weniger Energie für Heizung und Klimatisierung verbraucht.

Bindung

Überkreuzung der Kettfäden (vertikal) mit den Schussfäden (horizontal), die das Muster entstehen lässt.

Brandschutzklasse

Bau- und Dekorationselemente werden nach ihrer Reaktion im Brandfall eingestuft. Diese Reaktion wird durch Versuche ermittelt, bei denen die betreffenden Produkte einer thermischen Belastung ausgesetzt werden. Das Brandverhalten wird anhand von Leistungskriterien bewertet, die sich auf die Entflammbarkeit der Gewebe beziehen.

- In Frankreich gibt es die in 6 Kategorien gegliederte M-Klassifizierung: M0 - Nicht brennbar / M1 - Nicht entflammbar / M2 - Schwer entflammbar / M3 - Mäßig entflammbar usw.

- Die europäische EUROCLASS-Klassifizierung berücksichtigt sowohl freigesetzten Rauch als auch eventuell entstehende Materialspritzer. Das EURCLASS-Bewertungssystem umfasst 5 Kategorien: A1, A2, B, C, D, E, F.

- In den verschiedenen Ländern gibt es noch viele weitere Klassifizierungssysteme: FR (Flame Retardant), BS (British Standard), B1 (Deutsche DIN 4102), AS (Australian Standard), C UNO (Italien) usw.

Bruchdehnung (Streckung)

Dieser Wert entspricht der unter Belastung gemessenen Dehnung vor dem Bruch, die in Prozent (ISO-Norm 1421) angegeben wird. Bei den Geweben der Mermet-Kollektion liegt dieser Wert unter 5 %, was von einer ausgezeichneten Stabilität zeugt und die Herstellung von großflächigen Verschattungselementen ermöglicht. Ohne Beanspruchung weisen die Gewebe der Mermet-Kollektion zudem eine sehr gute Dimensionsstabilität auf (Dehnung ohne Belastung ≤ 0,2 %). Siehe auch Bruchfestigkeit.

Candela / m²

Maßeinheit für die Leuchtdichte. Dichte des Lichtstroms, der in eine bestimmte Richtung ausgestrahlt wird.

Cocktail-Effekt

An öffentlichen Orten, an denen die Gespräche der anwesenden Menschen für einen hohen Lärmpegel sorgen, müssen alle Beteiligten lauter sprechen und fast schreien, um weiter kommunizieren zu können. Dieses gegenseitige Überbieten in der Lautstärke wird „Cocktail-Effekt“ genannt. Um diesen Effekt zu verhindern, muss durch entsprechende Maßnahmen dafür gesorgt werden, dass die betreffende Schwelle nicht erreicht werden kann.

Dezibel (Db)

Maßeinheit für den Schallpegel. Für den Menschen hörbarer Schallpegel: 0 dB = Hörschwelle. 120 dB = Schmerzgrenze.

Diffuse Lichtdurchlässigkeit (Tdif)

Korrelation zwischen 2 Parametern: Tdif = Tv - OF.
Blendung und Formerkennung (Qualität der Sicht nach außen / Privatsphäre bei Nacht) werden durch Tvndif charakterisiert. Ein niedriger Wert weist auf einen optimierten visuellen Komfort hin.
Der Einfall von natürlichem Licht wird wiederum durch Tvdifh charakterisiert. Dieser Faktor gibt an, wie stark ein Gewebe das Licht streut. Ein hoher Wert zeigt eine maximale Menge von natürlichem Licht an. Tv = Tvnh = Tvnn + Tvndif

Dimensionsstabilität des Gewebes

Messung der Verformung (Dimensionsvariation) des Gewebes nach Zugbelastung.

Doppelschalige Fassade

Eine Fassade, die aus Glaswänden (mit Einfach- oder Doppelverglasung) besteht, die durch einen belüfteten Luftraum getrennt sind. Dieser verbessert die Wärme- und Schalldämmung. Die gesteuerte Luftzirkulation verhindert, dass sich zwischen den beiden Glaswänden Wärme staut. Die einströmende Luft kann im Sommer sogar gekühlt oder im Winter vorgewärmt werden.
Das nur aus Pfeilern, Trägern und Platten bestehende Gebäudeskelett bietet große Flexibilität bei der Innengestaltung, da keine Fenster oder tragenden Wände zu berücksichtigen sind.
Durch die doppelschalige Fassade wird es möglich, Tageslicht in die Innenräume einströmen zu lassen und gleichzeitig eine sehr gute Wärmedämmung und eine Steuerung der sommerlichen Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Im Inneren findet eine mechanische Erneuerung der Raumluft statt. Durch einen innenliegenden Sonnenschutz kann das Tageslicht moduliert und die Blendung kontrolliert werden, während der Blick nach draußen erhalten bleibt – oder Räume bei Bedarf komplett verdunkelt werden können.

Durchlässigkeitsfaktor für ultraviolette Strahlung (Tuv) UV-Strahlen werden aufgehalten

Dieser Faktor gibt an, wie viel Prozent der UV-Strahlung der Wellenlänge 280 bis 380 nm (Nanometer) durch das Gewebe hindurchgehen. UV-Strahlen beschleunigen den natürlichen Alterungsprozess. Alle Sonnenschutzvorrichtungen bieten einen relativen Schutz vor UV-Strahlen.

Ebenheit

Die Fähigkeit einer Stoffbahn, in der Anwendung eben zu bleiben.

Emissionsvermögen

Das Emissionsvermögen eines Materials entspricht seiner Fähigkeit, die aufgenommene Energie durch Leitungseffekte (Wärme / Kälte) wieder abzustrahlen. Ein Gewebe mit niedrigem Emissionsvermögen begrenzt den Strahlungseffekt in das Innere eines Raums und sorgt dafür, dass die gefühlte Kälte und Wärme zur kalten und zur warmen Jahreszeit begrenzt wird.

Enduris™ Glass Core

Dieses Label garantiert die technischen Merkmale der Sunscreen®-Gewebe: Mechanische Zugfestigkeit, Formstabilität und Dauerhaftigkeit von hohem Niveau. Der Ursprung dieser Technologie : Die Glasfaser.

  • Hitzebeständig und völlig unentflammbar.
  • Lechtes Material, das auch extrem fest : gute Stabilität mit minimaler Residualdehnung.
  • Chemisch inerte, reines Mineral.

Die technologischen Vorteile von Enduris™ Glass Core sind in einem umfassenden Herstellungsverfahren, das Folgendes beinhaltet:   

  • Glasfaser von hoher Qualität
  • Spezifische Rezeptur
  • Know-how in der Beschichtung von Fäden
  • Einsatz von Spitzentechnik für Webvorgänge
  • Herstellungs- und Überwachungssysteme mit ISO-Zertifizierung
  • Engagement für die Zufriedenheit von Kunden
  • Spitzenposition in Forschung und Entwicklung
Energiedurchlassgrad (Ts)

Anteil der Sonnenstrahlung, den das Gewebe durchlässt. Ein niedriger Prozentsatz zeigt eine gute Reduzierung der Sonnenenergie durch das Gewebe an.

Euroklasse

Dieses europäische System zur Klassifizierung von Produkten in Brandverhaltensklassen wird das französische Klassifizierungssystem (M0, M1...) allmählich ersetzen. Sie umfasst 7 Wärmeleistungsstufen:

  •         A1 und A2: nicht brennbares Produkt
  •         B: schwer brennbares Produkt
  •         C: brennbares Produkt
  •         D: leicht brennbares Produkt
  •         E: leicht entzündbares und flammenausbreitendes Produkt
  •         F: nicht eingestuftes und nicht getestetes Produkt

Eine ergänzende Klassifizierung erteilt mit der Note „s“ für die „Rauchtrübungsklasse“ Auskunft über die Rauchentwicklung und mit der Note „d“ über die Bildung von Tropfen oder brennenden Partikeln („Brennendes Abfallen/Abtropfen“).

Wörter von F bis J

F bis J

Feuerfestigkeit

Die Fähigkeit eines Materials, die Ausbreitung einer Flamme zu verhindern und damit das Feuer nicht weiter zu nähren. Die Gewebe der Mermet®-Kollektion werden weltweit den anspruchsvollsten Brandschutznormen gerecht, insbesondere der Brandschutzklassifizierung M1 („nicht entflammbar“) in Frankreich, B1 in Deutschland, BS in Großbritannien, Classe Uno in Italien, JIS in Japan, FR in den USA, AS in Australien usw. (Siehe auch Brandschutzklassifizierung).

Gesamtsonnenfaktor (Gtot)

Dieser auch gtot genannte Wert bezieht sich auf die Sonnenenergie, die tatsächlich durch das Verschattungselement und die Verglasung in den Raum gelangen wird. Ein niedriger Wert weist auf eine gute Wärmeleistung hin.

Greenguard®

Die GREENGUARD-Zertifizierung ist die weltweit erste freiwillige Schadstoffemissions-Zertifizierung, die speziell für Produkte zur Verwendung in Innenräumen geschaffen wurde. Diese Zertifizierung besagt, dass die zur Prüfung eingereichten Proben die Grenzwerte für Schadstoffemissionen einhalten. GREENGUARD-zertifizierte Produkte erfüllen die Emissionswerte für mehr als 360 VOCs sowie einen Grenzwert für die gesamten kombinierten chemischen Emissionen (TVOCs).


Der GREENGUARD Gold-Zertifizierung liegen strengere Emissionsgrenzwerte zugrunde, um sicherzustellen, dass die Emissionen von zertifizierten Produkten auch empfindlichen Personen (Kinder, Kranke usw.) nicht schaden können. Diese Zertifizierung wird häufig von Einkäufern für Schulen, Krankenhäuser und Altenheime verlangt. Für Produkte mit GREENGUARD Gold-Zertifizierung gelten nicht nur strenge Grenzwerte für Schadstoffemissionen, sie erfüllen auch die Anforderungen nach California Section 01350, die von verschiedenen Vorschriften und Programmen wie der LEED® -Zertifizierung für nachhaltige Gebäude gefordert werden.

g Verlgasung

Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung. Dieser Wert wird von den Flachglasherstellern angegeben.
Die Norm EN 14501 definiert 4 Referenzverglasungen:

  • A : Farblose Einfachverglasung (Sonnenfaktor der Verglasung gv = 0,85 / Wärmedurchgangskoeffizient U = 5,8 W/m²K)
  • B : Farblose Doppelverglasung (Sonnenfaktor der Verglasung gv = 0,76 / Wärmedurchgangskoeffizient U = 2,9 W/m²K)
  • C : Doppelverglasung mit niedrigem Emissionsvermögen (Sonnenfaktor der Verglasung gv = 0,59 / Wärmedurchgangskoeffizient U = 1,2 W/m²K)
  • D : Doppelverglasung mit reflektierender Verglasung mit niedrigem Emissionsgrad (Sonnenfaktor der Verglasung gv = 0,32 / Wärmedurchgangskoeffizient U = 1,1 W/m²K)
Hohe Umweltqualität (Haute Qualité Environnementale - La démarche HQE®)

Als Umweltqualität eines Gebäudes gilt „die Fähigkeit der Gesamtheit der intrinsischen Merkmale, der Ausstattungen und des Grundstücks, die Anforderungen zu erfüllen, die mit der Kontrolle der Auswirkungen auf die äußere Umwelt und der Schaffung einer komfortablen und gesunden inneren Umgebung verbunden sind“ (NF P 01.010).
Das HQE®-Konzept (Haute Qualité Environnementale) ist ein freiwilliger Ansatz, der für die Durchführung eines Bau- und/oder Entwicklungsprojekts 14 Umweltziele definiert.

Wörter von K bis P

K bis P

Klang (tief, mittel, hoch)

Ein Schallereignis, das aus einer schnellen Abfolge von Luftdruckänderungen besteht und vom Gehör wahrgenommen wird. Eine akustische Schwingung, die sich als mechanische Welle ausbreitet. Ein Klang wird charakterisiert durch die Frequenz (Hz) und den Schallpegel (dB).

Knickfestigkeit

Eine in der Mitte gefaltete Gewebeprobe wird der Stauchung durch einen 5 kg schweren Zylinder ausgesetzt. Anschließend wird an dieser geschwächten Stelle die Bruchfestigkeit nach ISO 1421 bestimmt. Diese Eigenschaft ist entscheidend für die Anfertigung der Mantelrohre.

Kontrolle der Klangumgebungen

Akustische Energie lässt sich in übertragene und reflektierte Energie unterteilen. Die Menge der reflektierten Energie hängt von der Art, der Form und dem Zustand der Wandoberflächen ab. Schallabsorbierende Maßnahmen an diesen Wänden ermöglichen die Kontrolle der Klangumgebung (auftreffende Schallenergie).

Leuchtdichte

Die Lichtintensität, die von einer Fläche ausgeht. Sie wird in Candela pro m² (Cd/m²) angegeben.

Lichtechtheit der Farben

(ISO 105 B02). Unabhängig vom Farbton (außer weiß, das nicht berücksichtigt wird) erreichen die Gewebe der Mermet®-Kollektion nach einer 300-stündigen intensiven Bestrahlung (die Testmuster werden einer Wärme von 45°C und Kunst- oder Tageslicht ausgesetzt) eine Lichtechtheitsstufe 7 von 8 auf dem Blaumaßstab: Die Änderung der Farbe unter Lichteinfluss ist also sehr gering. Dies entspricht einem natürlichen Alterungsverhalten von 4 bis 5 Jahren (laut einer vom CNEP durchgeführten Studie).

Leuchtdichte

Die von einer Oberfläche abgestrahlte Lichtintensität. Sie wird in Candela pro m² (Cd/m²) ausgedrückt.

Lichtechtheit der Farben

Unabhängig von den Farben (außer Weiß, das nicht bewertet ist) erreichen die Gewebe der Mermet-Kollektion nach 300 Stunden intensiver Lichteinwirkung (Proben, die einer Temperatur von 45 °C ausgesetzt und Kunst- oder Tageslicht ausgesetzt werden) den Index 7 von 8 auf der Referenzskala für den Blaubereich: Die Farbverschiebung durch Lichteinwirkung ist sehr gering. Dieser Test entspricht einer natürlichen Alterung von 4 bis 5 Jahren (Durchführung der Studie am CNEP).

Mechanische Festigkeit

Messung der Beständigkeit von Geweben gegenüber einer bestimmten angewendeten Kraft. Die wichtigsten Messgrößen sind die Reiß-, Bruch- und Knickfestigkeit.

Nachhall

Fortbestehen eines Schallereignisses nach Abschalten der Schallquelle. Akustikexperten unterscheiden zwischen Nachziehen, Überfärbung und Verstärkung. Die Nachhallzeit ist die Zeit, die ein Ton benötigt, um nach dem Abschalten der Schallquelle um 60 dB abzunehmen. Dieser Wert wird in Sekunden angegeben.

Nanometer (nm)

Eine Längeneinheit, die einem Milliardstel eines Meters bzw. 10-9 m entspricht.

Norm

Eine technische Spezifikation, die von einer anerkannten Stelle mit normsetzender Tätigkeit zur wiederholten oder ständigen Anwendung genehmigt wurde, deren Einhaltung jedoch nicht zwingend vorgeschrieben ist... (Richtlinie 98/34/EG)
Es gibt verschiedene Status von Normen:
- Nationale Normen: In Frankreich sind sie mit NF gekennzeichnet
- Europäische Normen: Sie werden vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) erarbeitet und mit EN gekennzeichnet. Sie müssen in eine nationale Norm überführt werden und werden so zu NF EN für Frankreich, DIN EN für Deutschland usw.
- Internationale Normen: Sie werden für die Internationale Organisation für Normung (ISO) erarbeitet.
In den Normen werden die Methode der Leistungsermittlung (Test oder Berechnung) oder die Leistung und ihre Klassifizierung angegeben.

Norm EN 13363-1 – Vereinfachte Methode

Anhand dieser Methode werden die ungefähren Gesamtsonnenfaktor-Werte (gtot) einer mit der Verglasung kombinierten Sonnenschutzvorrichtung berechnet. Für diese Berechnung werden als Werte die integrierten Daten (licht- und wärmetechnische Parameter der Sonneneinstrahlung) der Verglasung und der Sonnenschutzvorrichtung verwendet. Diese einfache Berechnungsmethode kann mit einem Tabellenkalkulationsprogramm durchgeführt werden.

Norm EN 13363-2 – Detaillierte Methode

Anhand dieser Methode werden genauere Gesamtsonnenfaktor-Werte (gtot) einer mit der Verglasung kombinierten Sonnenschutzvorrichtung berechnet. Diese Berechnung basiert auf den spektralen Transmissions- und Reflexionswerten der mit der Verglasung kombinierten Sonnenschutzvorrichtung und erfordert eine spezielle Software zur Lösung der nichtlinearen Gleichungssysteme. Die Ergebnisse dieser Berechnung nach EN 13363-2 können zur Berechnung der abzuführenden Wärmemenge verwendet werden.

Norm DIN EN 14501

Die 2006 erschienene Europäische Norm EN 14501 „Abschlüsse - thermischer und visueller Komfort - Leistungsanforderungen und Klassifizierung“ gibt an, welche Eigenschaften bei der Messung der Sonnenschutzleistung von Geweben zu berücksichtigen sind. Sie beruht auf mehreren Kriterien und legt für die folgenden Elemente eine Komfortklassifizierung fest:
– Thermischer Komfort: Gesamtenergiedurchlassgrad
– Visueller Komfort: Kontrolle der Lichtundurchlässigkeit, Privatsphäre bei Nacht, Sicht nach außen, Blendschutz, Nutzung des natürlichen Lichts, Farbwiedergabe.

Die Leistungsklassen werden in fünf Stufen bewertet:

  •   0 - sehr kleiner Effekt
  •   1 - kleiner Effekt
  •   2 - mäßiger Effekt
  •   3 - guter Effekt
  •   4 - sehr guter Effekt

Die Norm EN 14501 definiert den Gesamtsonnenfaktor gtot (Gewebe + Glas) als die wichtigste Eigenschaft für den thermischen Komfort und den Tv-Wert für den visuellen Komfort.

Norm ISO 9001

Die Zertifizierung nach der Norm ISO 9001 erkennt die Effizienz der Organisation eines Unternehmens an und trägt zur Gewährleistung des Vertrauens und der Zufriedenheit der Kunden bei. Sie erfordert jedoch eine genaue Definition der Verfahren und Anweisungen sowie eine ständige Überwachung.

Norm DIN EN 13120 - Abschlüsse innen

Abschlüsse innen - Leistungsanforderung, einschließlich Sicherheit.
Sie gilt für alle inneren Abschlüsse eines Gebäudes sowie für ähnliche Produkte, unabhängig von ihrer Konstruktion und der Art der verwendeten Materialien (Raffrollos, Rollos, vertikale Streifen usw.).

Norm DIN EN 13561 - Abschlüsse außen

Abschlüsse außen - Leistungsanforderung, einschließlich Sicherheit.
Sie gilt für alle äußeren Abschlüsse sowie für ähnliche Produkte, unabhängig von ihrer Konstruktion und der Art der verwendeten Materialien (Markisen, Rollos, Sonnenschutz usw.).

Norm DIN EN 14716 - Spanndecken

Diese Europäische Norm legt die Eigenschaften, Spezifikationen und Prüfverfahren für Spanndecken fest, die aus Teilen oder Stoffen bestehen, die von einem Befestigungssystem gehalten werden. Sie legt auch die Methode zur Konformitätsbewertung fest.

OEKO-TEX Standard 100

Dieses Gütesiegel zertifiziert Produkte, die keine für die Gesundheit und Sicherheit der Benutzer gefährlichen chemischen Substanzen enthalten. Dieses Label garantiert insbesondere ihre Unbedenklichkeit hinsichtlich der Risiken von Irritationen und Allergien. Die Gewebe sind zudem garantiert bleifrei.

Öffnungsfaktor (ÖF oder Tvnn)

Dieser auch Openness Factor (OF) genannte Faktor drückt, verkürzt gesagt, den Prozentsatz der Löcher in einem Gewebe aus. Nach der europäischen Norm gilt er als farbunabhängig, muss aber bei Geweben mit gleicher Bindung anhand der dunkelsten Farbe der Palette gemessen werden.

Openness factor (OF)

Oder Öffnungsfaktor (ÖF). Dieser Faktor drückt, verkürzt gesagt, den Prozentsatz der Löcher in einem Gewebe aus. Nach der europäischen Norm gilt er als farbunabhängig, muss aber bei Geweben mit gleicher Bindung anhand der dunkelsten Farbe der Palette gemessen werden.

 

Wörter von Q bis U

Q bis U

Raumakustische Maßnahmen

Reduzierung der Schallauswirkungen in einem Raum durch Modifizierung der von den Wänden reflektierten Schallenergie (wogegen eine Schalldämmung die Schallübertragung zwischen Räumen verhindert).

REACH

Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals
Diese Europäische Verordnung bietet weitreichende Informationen über auf dem Markt erhältliche Chemikalien, um deren Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt kontrollieren zu können. Die seit Juni 2008 anwendbare REACH-Verordnung betrifft alle Hersteller, Importeure, Händler und Nutzer von chemischen Stoffen und Produkten.

Reflexion des sichtbaren Lichts (Rvnh)

Prozentualer Anteil der Lichtstrahlung, der vom Gewebe reflektiert wird.

Reißfestigkeit

Sie entspricht der Kraft, die auf den Stoff ausgeübt werden muss, um ihn zu zerreißen. Das Ergebnis der an einer 5 cm breiten Probe vorgenommenen Messung wird in DecaNewton (daN,1 daN = ± 1 kg) angegeben.

RT 2005 (Réglementation Thermique 2005)

Diese französische Verordnung gilt für alle nach dem 1. September 2006 eingereichten Bauanträge. Sie führt die Normen auf, die bei Neubauten oder Erweiterungen einzuhalten sind. Das Ziel dieser Verordnung ist eine Senkung des Energieverbrauchs um weitere 15 % gegenüber der RT 2000.
Betroffen sind Isolierung, Belüftung, Bauplanung, der Einsatz erneuerbarer Energien, Luftdurchlässigkeit, Wärmebrücken, Sonnenschutz und Raumbeleuchtung.

RT 2012 (Réglementation Thermique 2012)

Die Réglementation Thermique 2012 (RT2012) hat zum Ziel, den Energieverbrauch von Neubauten zu begrenzen, unabhängig davon, ob sie für Wohnzwecke, den Dienstleistungssektor oder andere Zwecke genutzt werden. Durch die Einhaltung dieser neuen Normen wird der zulässige Energieverbrauch im Vergleich zur Réglementation Thermique 2005 (RT2005) durch 3 geteilt. Diese Reduzierung beinhaltet die Berücksichtigung bioklimatischer Aspekte bzw. eine genaue Definition der Gebäudehülle vor der Auswahl der Ausrüstung. Einer der Schwerpunkte der RT2012 ist der Komfort im Sommer.

Schallpegel

Unterschied in der Schallintensität (siehe Definition Dezibel).

Signal-Rausch-Abstand

Er gibt an, in welchem Maß die Sprache aus dem Rauschen hervortritt. Das Rauschen kann durch Quellen innerhalb oder außerhalb des Raumes verursacht werden. Je größer der Signal-Rausch-Abstand, desto höher die Silbenverständlichkeit. Die Bestimmung dieses Verhältnisses steht in direktem Zusammenhang mit dem Abklingen des Schalls im Raum.

Sonnenenergie

Ein Gewebe kann Sonnenstrahlung (teilweise) durchlassen (Ts), absorbieren (As) oder reflektieren (Rs). Die Summe dieser 3 Faktoren ist gleich 100.
Ts + Rs + As =100 % der Sonnenenergie

Sonnenreflexion (RS)

Dieser Wert entspricht dem Anteil der Sonnenstrahlung, der von einem Gewebe reflektiert wird. Ein hoher Prozentsatz zeigt eine gute Reflexion der Sonnenstrahlung durch das Gewebe an.

Sonnenstrahlung

Ein Gewebe kann Sonnenstrahlung (teilweise) durchlassen (Ts), absorbieren (As) oder reflektieren (Rs). Die Summe dieser 3 Faktoren ist gleich 100.
Ts + Rs + As =100 % der Sonnenenergie

Sunscreen®

Eine Produktfamilie aus der Mermet®-Kollektion, die transparente Stoffe umfasst, bei denen ein Bild immer durch das Gewebe hindurch erkannt werden kann.

TEXTINERGIE

Ist ein einfaches Tool, mit dem die durch textilen Sonnenschutz erzielbaren Energieeinsparungen bewertet werden können.

Thermischer Bruch

Ein großer Temperaturunterschied zwischen zwei nahe beieinander liegenden Bereichen in einer Verglasung kann zu Brüchen führen, die allgemein als Bruch durch thermischen Schock bezeichnet werden. Das Vorhandensein von Verschattungselementen kann einen doppelten Effekt auf die Temperatur der Verglasung haben. Auf der einen Seite tragen die Reflexionen der Sonnenstrahlung (helle Gegenstände) und die Strahlungsenergie (dunkle Gegenstände) dieser Vorrichtungen zum Temperaturanstieg bei. Auf der anderen Seite minimiert die fehlende Luftzirkulation im Raum zwischen der Verglasung und der Verschattungseinrichtung die Wärmeverluste der Verglasung. Es ist empfehlenswert, den Raum zwischen der Verglasung und der Verschattungseinrichtung mit der Raumluft zu verbinden und den Abstand zwischen der Verglasung und der Beschattungseinrichtung so groß wie möglich zu halten (40-50 mm).

Treibhausgase (THG)

Die von der Sonne erwärmte Erde strahlt einen Teil der Energie in Form von wärmetragenden Infrarotstrahlen zurück in die Höhe. Treibhausgase hindern einen Teil dieser Strahlen daran, in die Atmosphäre zu gelangen. Dadurch behält die Erde einen Teil ihrer Wärme und bleibt auf einer durchschnittlichen Temperatur von 15 °C.
Beispiele für Treibhausgase, die durch menschliche Aktivitäten entstehen: CO2, Methan, Stickoxid.

Wörter von V bis Z

V bis Z

Weiterreißfestigkeit

Sie entspricht der Kraft, die erforderlich ist, um eine zuvor angeschnittene Gewebeprobe zu zerreißen. Dieser Test ist von entscheidender Bedeutung für außen liegende Verschattungselemente, die manchmal extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind oder mit einem nahen Gestell in Berührung kommen können, das die Geweberänder zerreißen könnte.

Witterungsbeständigkeit

Die Gewebeproben werden mit intensivem künstlichem Licht bestrahlt und unter vorgeschriebenen Bedingungen mit Wasser besprüht. Zur Beurteilung der Verschlechterung des Zustands der Probe wird diese mit einer Referenzprobe vergleichen, die durch eine Glasscheibe vor Wasser geschützt ist (ISO 105 B04).

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